Donnerstag, 29. August 2013

X-Blocks von Ingrid

Auch Ingrid Treu hat mit der X-Blocks BasiX Schablone gearbeitet.
Und diesen süßen Baby Quilt genäht




Samstag, 24. August 2013

Das einfachste Binding aller Zeiten

(Binding heißt die Einfassung eines Quiltes)

Wer von uns Mitarbeiterinnen einen Quilt genäht hat, kann man am Binding erraten!

Hier zeige ich, wie ich das Binding mache (das einfachste Binding aller Zeiten)



Zuerst die Entscheidung, wie breit der Binding-Streifen geschnitten werden soll.
Hier meine Vorschläge für normalen Patchworkstoff als Vorder- und Rückseite und verschiedene Vliese:
6 cm bis 6,5 cm für H 630, H 640, Baumwolle 275 und für Baumwolle 277
7 cm bis 7,5 cm für H 281, H 295, Molleton Polyester super, Molleton Wolle und Molleton Seide

Um die Länge des Streifens zu erreichen, nähe ich eine gerade Naht und bügle die Nahtzugaben ausnahmsweise auseinander



Den Streifen links auf links der Länge nach bügeln



Auf der rechten Seite des Quilt den Streifen mit den offenen Kanten bündig zur Kante des Quilts mit vielen Nadeln feststecken.
Dabei den Streifen nicht zu locker legen, sonst schiebt er beim Nähen Falten



Den Streifen mit Nahtzugabe 0,75 cm annähen, am Anfang und Ende vor und zurück nähen, damit die Naht nicht aufgeht.

Jetzt den Binding Streifen auf der gegenüberliegenden Seite annähen
Überstehende Rückseite und Vlies abschneiden.



Bei mittlerer Hitze (vorsticht bei Polyestervlies) die Streifen nach außen bügeln.
Überstehende Rückseite, Vlies und Binding-Enden abschneiden.
Bei großen Quilts mache ich das nur so 10 cm an den Ecken und schneide die Mitte erst dann bündig ab, wenn der Binding Streifen angenäht ist.



Jetzt die beiden anderen Streifen annähen.
Dabei die ersten beiden Binding-Streifen behandeln, als gehörten sie zum Rand des Quiltes und einfach über sie hinaus nähen.




Überstehende Rückseite und Vlies in der Mitte abschneiden, wenn man es noch nicht gemacht hat und
die Binding Streifen nach außen bügeln.
Dann vorsichtig die überstehenden Binding Enden abschneiden.



Jetzt wird der Streifen, den man als erstes (!) angenäht hat, nach hinten umgeschlagen (ich bügle das auch) und von vorne mit vielen Stecknadeln in der Naht gesteckt.



Auf der Rückseite kann man prüfen, ob man das Binding auch richtig erwischt hat.



Jetzt genau im Schatten der Naht abnähen.
Ich nehme als Oberfaden eine Farbe, die zum Quilt passt
auf der Rückseite eine Farbe, die zum Binding passt.



Als nächstes den Streifen auf der gegenüberliegenden Seite umschlagen und festnähen.



Und schließlich die anderen beiden Streifen auch.
Jetzt sieht man, warum es das einfachste Binding aller Zeiten ist:
Die Ecken versäubern sich quasi von selbst.





So, weil es mir gerade einfällt, kommt jetzt noch mein Tunnel-Trick als Zugabe.
Den Trick wendet man an, bevor man das obere Binding umschlägt.
Für einen Aufhängetunnel schneide ich einen Stoffstreifen 6 bis 8 cm breit und so lang wie die Oberkante des Quilts minus ungefähr 3 cm.
Eine lange Kante und die beiden kurzen Kanten bügle ich 1 cm um.



Dann lege ich die offene Kante des Tunnelstreifens oben an die Kante des Quilts und stecke und nähe ihn zusammen mit dem Binding an.
So muss ich nur noch die eine lange Kante des Tunnels mir der Hand festnähen.




 Viel Spaß
Verena Ehrhardt